EUER WERKHOF – EIN ORT ZUM MITGESTALTEN

PROJEKT
Umnutzung und Transformation der ehemaligen Anlage Stadtreinigung: «Euer Werkhof – ein Ort zum Mitgestalten»


INTERVENTION & PARTIZIPATION
2012-2016


AUFTRAGGEBERIN
Christoph Merian Stiftung, Basel



PROJEKTKOORDINATION
Tabea Michaelis, Barbara Buser

assisted since

2014: Pan Stoll, Susannah Sundman

2016: Judith Blum, Annelie Knust

2017: Anna Buser

 

VERWALTUNG UND VERMIETUNG

Verein unterdessen

 

Unter dem Motto des lebenslangen Von- und Miteinander Lernens soll der Werkhof von seinen Nachbar*innen, Initiant*innen und Interessierten im Sinne eines 'offenen, analogen Wikipedias' programmiert, weitergenutzt und gelesen werden. Für unbestimmte Zeit kann diese Nische durch die lokale Co-Autorenschaft mit (alltäglichen) Experimenten, Aktivitäten oder Spontanitäten inhaltlich und baulich (um)gestaltet werden, sodass lokales Wissen weitergegeben wird. Aus einem mehrmonatigen, partizipativen Gestaltungsprozess unter dem Titel «Euer PocketPark - ein Ort zum Mitmachen» im Rahmen des Wettbewerbs «Gundeli denkt» hat sich Ende 2013 für den Werkhof an der Gundeldingerstrasse eine Nutzungsidee entwickelt. Einerseits haben uns über eine Postkartenaktion Ideen von Schüler*innen und Nachbarn*innen erreicht. Eine Bandbreite an unterschiedlichen Aktivitäten wie gärtnern, werken, reparieren, erholen, spielen, lesen, kochen, stricken, backen, nähen, ... wurden vor Ort platziert. Andererseits haben diverse Gespräche mit Anwohner*innen und den angrenzenden Institutionen, wie die Brunnmatt Schule oder das Alterszentrum aufgezeigt, dass das Thema des «Lebenslangen Lernens» in dieser Nachbarschaft sehr greifbar ist. Folgende Fragen stehen unmittelbar im Raum: Wie wollen wir jetzt und in Zukunft lernen? Wie kann ein praktischer und theoretischer Wissenstransfer auf der Peers-Ebene stattfinden? Welche Themen sind für die unterschiedlichen Altersstufen und Kulturen im Quartier interessant? An welche Fähigkeiten (skills) und Talente können wir anknüpfen? Um diesen und weiteren gesellschaftlichen Fragestellungen nachgehen zu können, haben wir den ehemaligen Werkhof der Stadtreinigung Basel in seiner ‚eigentlichen‘ Bestimmung (re)aktiviert und gleichzeitig um seine immanenten Möglichkeiten erweitert. Durch ein wechselseitiges Angebot an lokal-spezifischen (Aus)-Bildungsangeboten wird das «Von- und miteinander Lernen» auf verschiedenen Ebenen erprobt um schliesslich in lokal-spezifische (Lern)-Formate überführt zu werden. Dieser Wissenspool auf Augenhöhe bewegt sich an der Schnittstelle zwischen den benachbarten Institutionen und dem Gundeldinger Quartier. Die Programmierung des Werkhofes in einen Ort des «learning from» und «learning on demand» erfolgt mit und durch eine Co-Autorenschaft. Ziel ist es, die verschiedenen Ideen, Persönlichkeiten und Visionen in einem offenen Prozess mit- und ineinander zu verflechten und dieses sozialräumlich wachsende Netzwerk mit den Ressourcen aus der Nachbarschaft weiter zu verdichten. Das heisst, dass durch unterschiedliche Interessen (= Projekte) ein spezifisches Curriculum für den Werkhof geschrieben und in der Praxis (= Lernformate) umgesetzt wird. In unserem Verständnis gibt es demnach weder ein Ende noch einen fertigen Zustand des Werkhofes, sondern vielmehr ein andauernder aktiver Prozess.